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PD Dr. med. Sebastian Clauß
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Medizinische Klinik und Poliklinik I
Die am häufigsten vorkommende Herzrhythmusstörung, das Vorhofflimmern, ist nach wie vor nur unzureichend behandelbar. Das liegt an den noch immer nicht gut verstandenen Entstehungsmechanismen. Geklärt ist bereits, dass die Ursachen zum großen Teil erblich bedingt sind. Um den genetischen Hintergründen näher zu kommen, werden in einer Vorstudie bereits untersuchte Schweine genotypisiert. Dazu nutzen die Wissenschaftler bereits gewonnenes Herzgewebe. Es sollen Gene mit erhöhtem und erniedrigtem Risiko für Umbauprozesse des Herzens identifiziert werden, welche die Rhythmusstörungen begünstigen. Anschließend werden die Ergebnisse mit Probenmaterial von Patienten abgeglichen. Aus den Resultaten könnten sich Hinweise für neue Behandlungsansätze ergeben.
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Dr. med. Julian Hoevelmann
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Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
Die peripartale Kardiomyopathie (PPCM) ist eine seltene, potenziell lebensgefährliche Herzerkrankung, welche bei zuvor gesunden Frauen zum Ende der Schwangerschaft oder in den ersten 6 Monaten nach der Entbindung auftritt. Die Ursache der Erkrankung ist multifaktoriell und bleibt in Teilen unverstanden. Untersucht wird, welche Bedeutung eine fehlregulierte Immunreaktion im Erkrankungsprozess hat. Dazu werden etwaige Entzündungsprozesse im Herzen mit modernen Bildgebungsverfahren wie der kardialen Magnetresonanztomographie (cMRT) sowie der Positronen-Emissions-Tomographie–Computertomographie (PET-CT), sichtbar gemacht. Geplant ist weiterhin eine differenzierte Eiweißanalyse des Blutes. Ziel ist es zu klären, ob mit diesen Methoden künftig die Diagnose und Prognoseeinschätzung der PPCM verbessert werden kann.
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Dr. med. Leo Nicolai
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Medizinische Klinik und Poliklinik I
Bei bestimmten Impfungen gegen COVID-19 war es in seltenen Fällen zu einer raschen Abnahme der Blutplättchenanzahl (Thrombozyten) im Blut gekommen (Thrombozytopenie), in manchen Fällen aber auch zu Blutgerinnselbildungen (Thrombosen) an untypischen Körperstellen. Betroffen waren vorwiegend junge Geimpfte, die Impfstoffe erhalten hatten, die Adenoviren als Träger des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 nutzen. Bei den Ereignissen handelte es sich um fehlerhafte Reaktionen des Immunsystems. Um diese Interaktionen zwischen Blutplättchen und Immunsystem besser verstehen zu lernen, werden eine ganze Reihe innovativer Forschungsmethoden angewendet. Die Ergebnisse haben womöglich Konsequenzen für die künftige Entwicklung und Anwendung von Impfstoffen sowie für das Verständnis des Zusammenspiels von Gerinnungs- und Immunsystem bei Vorliegen von Herzkreislauf-Erkrankungen.
PD Dr. med. Dania Patricia Fischer
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Klinik für Anästhesiologie
Wenn die erkrankte Aortenklappe des Herzens durch eine Aortenklappenprothese ersetzt werden muss, kommt es nicht selten nach dieser Operation zu einem akuten Nierenversagen. Die genauen Gründe dafür sind unklar. Es kann bislang nicht vorhergesagt werden, wie die Nierenfunktion auf den Aortenklappenersatz reagieren wird. Da die Ursachen vermutlich mit der nach dem Eingriff veränderten Durchblutungssituation zu tun haben, soll die Durchblutung in allerkleinsten Gefäßen (Mikrozirkulation) in Abhängigkeit von der angewendeten Technik des Aortenklappenersatzes untersucht werden. Außerdem werden diverse Nierenfunktionsparameter, körpereigene Mikropartikel (Exosome) sowie Immunzellen im Blut untersucht. Langfristiges Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Nierenfunktionsstörung nach Aortenklappenersatz frühzeitig zu erkennen.
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Prof. Dr. med. Felix Mahfoud
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Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
Hydrochlorothiazid (HCT), wegen seiner harntreibenden Wirkung auch „Wassertablette“ genannt, gehört seit langer Zeit zu den wichtigsten Medikamenten zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks. Seit einiger Zeit gibt es Hinweise darauf, dass HCT mit dem vermehrten Auftreten von weißem Hautkrebs assoziiert sein könnte: Lichtenergie wird unter Behandlung womöglich vermehrt an menschliche Zellen weitergegeben. Das führt zu Erbgut- und biologischen Gewebeschäden. In der kontrollierten und verblindeten Studie HCTox werden 30 gesunde, freiwillige Erwachsene für 15 Tage mit HCT oder einem Scheinpräparat (Placebo) behandelt sowie am ganzen Körper mit ultraviolettem (UV-) Licht bestrahlt. Vorher und hinterher wird die Lichtempfindlichkeit der Probanden bestimmt, es werden toxikologische Tests und Vitamin-D-Bestimmungen vorgenommen. Zusätzlich erfolgen eine Reihe von Laborexperimenten an menschlichen Hautzellen, um zu klären, ob HCT in Verbindung mit UV-Licht tatsächlich krebsbegünstigende Effekte hat.