Information

Forschungsförderung im Rückblick: Evaluation der Jahre 2010 bis 2014

Die Evaluation zeigt, welche Wirkung die Forschungsförderung der Deutschen Stiftung für Herzforschung in den Jahren 2010 bis 2014 entfaltet hat.

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung fördert seit vielen Jahren wissenschaftliche Projekte auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ziel ist es, vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase zu unterstützen und so neue Erkenntnisse in Prävention, Diagnostik und Therapie zu ermöglichen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Medizinischer Fortschritt in diesem Bereich ist daher von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung. Neue Erkenntnisse aus der Forschung bilden die Grundlage für eine bessere Prävention, Diagnostik, Behandlung und langfristig auch für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Um die langfristige Wirkung der Forschungsförderung der Deutschen Stiftung für Herzforschung zu untersuchen, wurden die zwischen 2010 und 2014 geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befragt. Von insgesamt 107 Geförderten beteiligten sich 72 an der Evaluation. Die Befragung erfolgte durchschnittlich zwölf Jahre nach Förderbeginn und ermöglicht damit einen fundierten Blick auf die weitere wissenschaftliche Entwicklung der Geförderten.

Die Ergebnisse zeigen eine nachhaltige Wirkung der Förderung: Die große Mehrheit der Geförderten blieb wissenschaftlich aktiv, warb weitere Drittmittel ein und übernahm verantwortungsvolle Positionen in Forschung und Klinik. Damit trägt die Forschungsförderung nicht nur zur Entwicklung wissenschaftlicher Karrieren bei, sondern stärkt langfristig auch Forschung, Lehre und die Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Langfristige wissenschaftliche Aktivität der Geförderten 
  • Erfolgreiche Einwerbung weiterer Forschungsmittel 
  • Hohe wissenschaftliche Publikationsleistung 
  • Übernahme von Führungspositionen in Wissenschaft und Klinik 
  • Beitrag zur Ausbildung der nächsten Forschergeneration 
  • Positive Bewertung der Förderung durch die Geförderten selbst

Die Ergebnisse im Detail

Die überwiegende Mehrheit der Geförderten war auch Jahre nach der Förderung weiterhin wissenschaftlich tätig. Viele übernahmen Führungsfunktionen in Forschung und Medizin.

  • 91 % weiterhin wissenschaftlich tätig
  • 31 Professuren
  • 31 Habilitationen (gegenüber 11 zum Zeitpunkt der Förderung)
  • 24 Wissenschaftspreisträgerinnen und Wissenschaftspreisträger
  • 7 Klinikdirektorinnen und Klinikdirektoren, 4 Chefärztinnen und Chefärzte, 18 Abteilungs- oder Forschungsgruppenleitungen sowie 17 Oberärztinnen und Oberärzte unter den Rückmeldenden.
  • 3,35 Mio. € Fördermittel der DSHF/DHS
  • 60,78 Mio. € anschließend eingeworbene Forschungsmittel
  • Hebelwirkung von rund Faktor 20
  • 64 % der Befragten erhielten im Verlauf durchschnittlich 2,2 weitere Förderzusagen aus anderen Quellen
  • 1.085 Publikationen in peer-reviewten Fachzeitschriften 
  • 171 Erstautorenschaften 
  • 346 Seniorautorenschaften
  • 568 Koautorenschaften
  • durchschnittlich 16 Publikationen pro Gefördertem seit der Förderung

Die Förderung wirkte über die geförderten Personen hinaus und unterstützte indirekt die Ausbildung weiterer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

  • durchschnittlich 7 betreute Doktorandinnen und Doktoranden pro antwortender geförderter Person

Die große Mehrheit der Befragten bewertete die Förderung als wichtigen Baustein ihrer wissenschaftlichen Entwicklung.

  • 82 % der Befragten bewerteten die Förderung als wichtig für ihre wissenschaftliche Entwicklung und berufliche Karriere.
  • positiv hervorgehoben wurden insbesondere die unkomplizierte Mittelvergabe und die Bedeutung der Förderung als Anschubfinanzierung 
  • als Verbesserungspotenzial wurden längere Förderzeiträume, höhere Fördersummen und eine stärkere Vernetzung ehemaliger Geförderter genannt

Bedeutung für Forschung und Patientenversorgung

Die geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen heute Verantwortung in Forschung, Lehre und klinischer Versorgung. Durch ihre wissenschaftliche Arbeit, die Einwerbung weiterer Forschungsmittel und die Ausbildung des akademischen Nachwuchses leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Herz-Kreislauf-Medizin. Die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass die Forschungsförderung durch die Deutsche Herzstiftung/Deutsche Stiftung für Herzforschung langfristig dazu beiträgt, wissenschaftliche Exzellenz zu stärken und die Voraussetzungen für eine bessere Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schaffen.

Ansprechpartner

Dr. rer. med. Sinann Al Najem (Leitung)
Bild von Sinann Al Najem

Jetzt spenden

Bild von einem Forscher der ein EGK analysiert
iStock / nicolas_

Ihre Spende stärkt die Herzforschung

Ihre Spende stärkt die Herzforschung: Helfen Sie mit, neue Erkenntnisse zu ermöglichen und die Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern.

  • 107 geförderte Forschungsprojekte im Zeitraum 2010-2014
  • 72 Rückmeldungen (67 % Rücklaufquote)
  • 12 Jahre durchschnittliche Nachbeobachtungszeit